Besteht in den USA ein Entwaldungsrisiko?
Nein. Im Jahr 2022 gingen von über 260 Mio. ha Waldfläche nur 0,0971 Mio. ha durch Urbanisierung und 0,0187 Mio. ha durch rohstoffbedingte Entwaldung dauerhaft verloren (Quelle: Global Forest Watch). Das Risiko der Entwaldung in den USA kann daher als gering eingestuft werden.
Die Europäische Kommission (EK) wird Länder oder Teile davon in drei Kategorien einteilen – hohes, Standard- und geringes Risiko – entsprechend dem lokalen Entwaldungsrisiko. Basierend auf dieser Kategorisierung gelten für Inverkehrbringer und EU-Mitgliedstaaten unterschiedliche Verpflichtungen.
Pflicht zur Einreichung einer Sorgfaltserklärung
Dies bedeutet jedoch NICHT, dass Inverkehrbringer/Importeure keinen Sorgfaltsprozess durchführen oder keine Sorgfaltserklärung einreichen müssen.Wie alle anderen relevanten Waren, die EU-Grenzen passieren, müssen auch Importe aus den USA (oder anderen Ländern mit einem vermutlich geringen Risikostatus) von einer Sorgfaltserklärung begleitet werden. Für Sendungen aus Ländern mit geringem Risiko gelten jedoch vereinfachte Sorgfaltspflichten.
Zurückhaltung von US-Exporteuren bei der Bereitstellung von Geodaten
Laut Handelsvertretern wie dem American Hardwood Export Council (AHEC) sind US-Exporteure sehr zurückhaltend, Geodaten über die Waldquellen ihrer Produkte bereitzustellen.
Aufgrund der großen Anzahl kleiner Waldbesitzer in den USA – insbesondere im Laubholzsektor – wird die Bereitstellung solcher Daten sehr schwierig bzw. aufwendig für die Erzeuger sein. Und daher werden EU-Importeure/Inverkehrbringer voraussichtlich auf erheblichen Widerstand seitens der US-Exporteure stoßen, wenn es um die Herausgabe solcher Informationen geht.
Wie SupplyCanvas helfen kann
SupplyCanvas zielt darauf ab, den EUDR-Prozess für Exporteure und Importeure zu vereinfachen, indem die Bereitstellung von Geodaten automatisiert und die Anonymisierung von Lieferanteninformationen erleichtert wird.
Hinweis: Bis heute hat die EK keine Länder-Benchmarks veröffentlicht. Seit dem 29. Juni 2023 wurde allen Ländern bis auf Weiteres ein Standard-Risikoniveau zugewiesen.